Künstler

Louis-Léopold Boilly: Spielen als Idyll

Louis-Léopold war ein französischer Genremaler des Empire. Boilly malte bevorzugt Szenen aus dem Alltagsleben. Dort in Kneipen, Cafés aber auch im trauten Kreis der Familie sind Spiele als Zeitvertreib oft ein wichtiger Bestandteil. Es sind allerdings vorwiegend friedlich idyllische Szenen, Brett- und Kartenspiele dienen allein der Unterhaltung.



Ein Damespiel (1803). Im trauten Kreis der Familie wird hier Dame gespielt. Genau genommen spielt der Vater mit seiner intelligenten Tochter. Spielen ist hier etwas idyllisch Positives, das nicht nur dem Zeitvertreib, sondern auch der Erziehung dienen kan.



Ein Billardspiel (1807). Hier handelt es sich offensichtlich um ein Billardzimmer der besseren Gesellschaft. An dem Spiel nehmen auch Frauen und Kinder teil. An die Stelle der veräucherten Männerdomäne ist die harmonische Familie getreten.



Aber selbst wenn Boilly Männer in der Kneipe beim Spiel zeigt, ist es weniger das verhängnisvolle Glücksspiel, sondern das harmonische Dame, bei dem sich wieder alle friedlich vereint zusammenfinden.



Sogar hier, wo Männer offensichtlich in einer Kneipe Karten spielen, verläft alles wunderbar friedvoll. Das ist kein wildes Glücksspiel, sondern ein harmonischer Zeitvertreib.