Würfelspiele

Spielwürfel

Menschen haben sicher bereits vor der "Erfindung" der Würfel mit anderen Dingen ihr Glück versucht: mit Steinen, Muschen oder Holzstäbchen. Von den Gegenständen jedoch, die heute noch beim Glücksspiel verwendet werden, dürften Würfel die ältesten sein. Die ältesten Funde datieren ca. 5.000 Jahrezurlück bis in die Geschichte der frühen Hochkulturen im Zweistromland. Vom Orient ausgehend wurden sie später dann von den Römern in der ganzen westlichen Welt verbreited.

Weit mehr als bei Karten ist der Spieler beim Würfeln auf sein Glück angewiesen. D.h. in der Ikonographie eignen sich Würfel auch weit besser als Karten zur symbolischn Darstellung der Launenhaftigkeit des Schicksals und des Glücks. Natürlich waren Spielwürfel schon allein wegen ihrer einfachen Herstellung und Dauerhaftigkeit auch immer bei Soldaten besonders beliebt, so dass sie auch gerne zur Illustration des einfachen Soldatenlebens benutzt wurden.




Alte Spuren

Römische Würfel. Archäologische Fundstücke wie diese belegen sehr schön, dass Menschen bereits in der Antike dem Würfelspiel gefrönt haben.



Würfelspieler auf einem Mosaik in Pompeii.



Das Spiel der Soldaten

Eine spätmittelalterliche Kreuzigungsszene. Eher am Rande sieht zu Fuße des Kreuzes Soldaten auf einem Schild würfeln. Davon wird schon in der Bibel berichtet und sehr viele Künstler haben diese Szene aufgegriffen und im Kostüm ihrer Zeit dargestellt.



Petrus verleugnet Christus, dass er dabei gewürfelt hat ist eine pure Erfindung des Barockmalers. Dennoch ist es beachtenswert, dass er es offensichtlich für einen ganz normalen Zweitvertreib der Jünger gehalten hat.



Türkische Soldaten beim Würfelspiel. Gemäde eines Orientalisten vom Ende des 19. Jahrhunderts. Anscheinend hat sich am Zeitvertreib der Soldaten über viele Jahrhunderte nur ganz wenig geändert.



Spiel mit dem Tod

Eine barocke Vanitasdarstellung. Neben dem Totenschädel, der abgelaufenen Sanduhr, den verwelkenden Blumen sind auch ein paar Speilwürfel zu sehen, die ebenfalls auf die Vergälichkeit menschlichen Strebens verweisen.
Interessant ist hier die Zahl Sieben, die eine mystische Bedeutung hat. So gibt es sieben Sakramente und sieben Todsünden, sieben Tage dauerte die Schöpfung und am siebten Tage soll man ruhen.



Stich der Barockzeit. Auch das eine typische Vanitasdarstellung. Der Mensch versucht vergeblich sein Glück. Letzten Endes siegt Gevatter Tod immer.



Illustration von Gustave Doré zu der Ausgabe "The Rime of the Ancient Mariner" von 1876. Man könnte dies als eine romantische "Gothic"-Interpretation des Themas bezeichnen. Es ist natürlich alles ein wenig schauriger, dennoch bleibt das Wesentliche beim alten.





Fortuna und Lady Luck

Ein Plakat von 1913. Eine Fortuna schüttet über Einwanderern ihr Füllhorn aus. Allerdings entält es keine Reichtümer sondern Würfel. D.h. die Zukunft ist eine Chance, ein mögliches Glück.



Bemalung eines B29-Bombers im II. Weltkrieg. Das Pin-Up ist eine Lady Luck d.h. die moderne amerikanische Version von Fortuna. Sie würfelt eine elf, womit wahrscheinlich die Flugzeug- oder Staffelnummer gemeint ist. Dazu kommt noch ein vierblättriges Kleeblatt, nun kann wirklich nicht mehr viel schiefgehen.



Lucky Dices nennt sich dieses Bild des amerikanischen Künstlers Baron von Lind. Natürlich ist es auch eine echte Lady Luck, die sicher Glück im Spiel bringt, allerdings deutet das Herz-Ass in ihrer Hand wohl an, dass auch Glück in der Liebe zu erwarten ist.





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